Worten müssen nun Taten folgen

Vom 4. bis 5. Juni fand der 40. G7-Gipfel in Brüssel statt. Der Gipfel war ursprünglich im russischen Sotschi geplant, wurden dann aber wegen der Krim-Krise nach Brüssel verlegt. Wenn auch die Ukraine-Krise im Mittelpunkt der Beratungen stand und die Agenda dominierte, so erhielt auch das Thema nachhaltige Entwicklung einen bedeutenden Stellenwert in der Erklärung des G7-Gipfels, und es gab sehr positive Bekenntnisse der Mitgliedsstaaten zur Globalen Gesundheit. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels in Brüssel betonen die Mitgliedsstaaten abermals, „dass wir uns für eine AIDS-freie Generation einsetzen und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, der die Belastung durch diese drei verheerenden Infektionskrankheiten in den Empfängerländern und -regionen verringern soll, unterstützen.“ Ein Schwerpunkt wird dabei im Sinne der Muskoka-Initiative auf die Verbesserung der Gesundheit und entsprechender Rechte von Müttern und Kindern gesetzt.

Das „unfinished business“ Millenium-Entwicklungsziele müsse durch die Zusammenarbeit aller Partner und eine Agenda für die Zeit nach 2015, die auf einheitlichen, klaren und messbaren Zielen beruht, vollendet werden. Sie sollte auf die Menschen ausgerichtet sein, im Zentrum steht die Beseitigung extremer Armut.

Diese Verpflichtungen müssen aber nun mit Inhalt gefüllt und die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Dafür muss vor allem Deutschland sorgen. „Wir begrüßen die Erklärung der G7 in Hinblick auf das Thema Globale Gesundheit sowie die versprochene Unterstützung des Globalen Fonds sehr. Vor allem Deutschland muss nun dafür sorgen, dass den Worten auch Taten folgen“, so Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a.D. und Vizepräsidentin für Deutschland der Freunde des Globalen Fonds Europa.

Im Jahr 2015 schaut die Welt auf Deutschland

Deutschland kommt durch seine G7/G8-Präsidentschaft und als Gastgeber des nächsten Gipfels im Jahr 2015 eine wichtige Rolle zu. Auch die Geberkonferenz der GAVI Alliance wird in diesem entscheidenden Jahr in Deutschland stattfinden. Deutschland hat die Möglichkeit und die Chance, die Agenda des Gipfels entscheidend zu bestimmen und wichtige Schwerpunkte zu setzen.  „Gesundheit als Grundlage nachhaltiger Entwicklung muss auf der Agenda des nächsten Gipfels einen hohen Stellenwert haben“, so Wieczorek-Zeul. „Dies muss auch bei den derzeitigen Haushaltsvorbereitungen und dem bevorstehenden Kabinettsbeschluss berücksichtigt und durch eine deutliche Steigerung der Mittel für die Globale Gesundheit ein positives Signal gesetzt werden.“

Erklärung des G7-Gipfels von Brüssel

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